Juni ist „Pride Month“, ein Monat, in dem weltweit die LSBTIQ*-Gemeinschaften zusammenkommen und die Freiheit feiern, sie selbst sein zu können. Der Monat geht zurück auf die Nachbarschaftsaufstände in New York City, als sich dort am 28. Juni 1969 in der Schwulenbar „Stonewall Inn“ die Menschen einer Razzia und Verhaftungen wiedersetzten. Diese Aufstände waren der Katalysator für die Gay Rights Bewegung. Ein Jahr nach den Stonewall-Aufständen fanden in den USA die ersten Gay Pride Märsche statt. In Deutschland nennen wir diese Märsche bzw. Paraden meist Christopher Street Day (CSD), nach der Straße, in der das „Stonewall Inn“ liegt.
In Bürstadt ist es ruhig im Pride Month. Dafür liegt Bürstadt in unmittelbarer Nähe zu mehreren regionalen CSD-Events: Am 11. Juli findet die Monnem Pride in Mannheim statt, am 20. Juni die Heidelpride in Heidelberg. Am 18.7. kann man den CSD in Frankfurt besuchen, am 15.8. nach Darmstadt reisen, und am 22.8. findet schließlich der Bergstraße CSD in Bensheim statt.
Und warum das alles? Gleiche Rechte für LSBTIQ* sind noch lange keine Selbstverständlichkeit. Deutschland hat einen Kanzler, der den Wunsch nach Sichtbarkeit im Herzen unserer Demokratie abtut mit: „Der Bundestag ist ja nun kein Zirkuszelt.“ und sich weigert, eine Regenbogenflagge über dem Reichstag wehen zu lassen. Auch am Bürstädter Rathaus hängt ein weiteres Mal im Juni keine solidarische Pride-Flagge.
Aber auch Bürstadt ist eine Stadt vielfältiger Lebensentwürfe. Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten sind ein selbstverständlicher Teil unserer Stadtgesellschaft. Wir Grüne sehen diese Vielfalt als Stärke und Bereicherung. Akzeptanz entsteht dort, wo Menschen sichtbar sein können, sich sicher fühlen und ohne Angst vor Ausgrenzung leben. Wir setzen uns dafür ein, dass Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität in Bürstadt keinen Platz hat. Teilhabe, Respekt und gleiche Rechte für LSBTIQ*-Menschen sind für uns nicht verhandelbar.