Person: Bernd Herd

Ich bin erst seit März 2019 Parteimitglied der GRÜNEN und im Bürstädter Ortsverband aktiv.

Wissenschaftliche Ausbildung

Ich habe eine wissenschaftliche Ausbildung als Dipl. Ing. Elektrotechnik an der damaligen TH Darmstadt. Gegen Ende meines Studiums wurde ich im Jahr 1991 durch eine Ringvorlesung zur Zukunft der Energieversorgung auf den Klimawandel aufmerksam. Die meisten Dinge, über die wir heute diskutieren, wie grüner Wasserstoff aus der Wüste, Blockheizkraftwerke, Sonnenenergie, Windkraft und Energetische Sanierung wurden damals bereits in den Wissenschaften intensiv diskutiert. Auch damals schon haben Leute vom Öko-Institut dazu Vorträge an der TH Darmstadt gehalten und Joschka Fischer und Bert Rürup haben einen Hörsaal mit einer Diskussion über eine Öko-Steuer überfüllt.

Manche Dinge haben sich seither erheblich weiter entwickelt. Z.B. die Photovoltaik und die Windkraft. Andere nicht, z.B. Grüner Wasserstoff.

Seither beobachte ich die Entwicklung, tendenziell aus wissenschaftlicher Sicht.

Und ich habe seither bei allen Konsum-Entscheidungen auch die Folgen für die Ökologie bedacht. Seit ich 1993 erfahren habe, wie enorm klimaschädlich Urlaubsflüge sind, habe ich keinen Flug mehr gebucht.

Zunehmende Sorge

Als wir 2009 darüber nachgedacht haben, unser Haus energetisch zu sanieren, habe ich mich verstärkt mit dem Klimawandel beschäftigt. Es wurde für mich offensichtlich, dass sich die Menschheit nicht auf einem guten Weg befindet.

Einige Zeit habe ich persönliche Entscheidungen über Investitionen in klimaschonende Technologien getroffen. So haben wir unser Haus energetisch saniert, eine Solaranlage auf dem Dach installiert, Photovoltaik-Anlagen und Windkraftwerke z.B. auch bei der Energiegenossenschaft Starkenburg finanziert, 2012 ein Hybrid-KfZ gekauft und Geld an die Grüne Partei gespendet.

Politisches Engagement

Ein Blog-PostWie viel CO2 kann Deutschland noch Ausstoßen?“ des bekannten Klimawissenschaftlers Stefan Rahmstorf in seinem Klimalounge Blog gab letztendlich den Ausschlag, mich politisch zu engagieren.

Nicht, dass ich glauben würde, dafür besonders begabt zu sein. Es erscheint mir leichter, eine komplexe Elektronik zu entwickeln oder ein umfangreiches Computerprogramm zu schreiben, als einen Menschen von recht klar ersichtlichen wissenschaftlichen Zusammenhängen zu überzeugen.

So eine Elektronik wehrt sich nicht wie ein Mensch, der so manches nicht wahr haben will, sondern funktioniert einfach, sobald man die Hindernisse aus dem Weg geräumt hat.

Fridays For Future

Mit dem Aufkommen der Fridays For Future Bewegung habe ich begonnen, die meisten Freitage mit einer Demo in Kombination mit einer Radtour zu verbringen.

Wir waren mit den Kindern auf der Großdemonstration in Aachen und Garzweiler und die Kinder haben das Camp in Dortmund besucht.

Ich habe an Aktionen der Parents for Future teilgenommen und am Sternradfahren zur Automobilmesse in Frankfurt. Ich bin jetzt ein Mitglied im ADFC Bergstraße.

Bürstädter Ortsgruppe

Im Ortsverband der Bürstädter GRÜNEN kümmere ich mich manchmal um technische Fragen wie Vorschläge für die Technik zur Videokonferenz oder Verbesserungen an der Homepage.

Außerdem bin ich Mitglied der Arbeitsgruppe Energiewende.

Webinare und Scientists for Future

Ich schaue mir gerne Vorträge der Scientists for Future an, z.B. war ich in Vorträgen in Frankfurt, Darmstadt und Mainz. Ich mag es, die Wissenschaftler direkt sprechen zu sehen. Man bekommt ein besseres Gefühl dafür, was in den Menschen vor sich geht.

Ich schaue mir auch Gerne Webinare der Wissenschaftler an, beispielsweise gab es bemerkenswerte Vorträge der Scientists for Future Osnabrück zum Artensterben.

Zukunft für Bürstadt

Ich hoffe, dass unsere Bürstädter Wähler in Zukunft mehr Grüne Politiker ins Stadtparlament wählen werden, damit wir uns für eine Zukunft einsetzen können, die kompatibel zum Pariser Klimaabkommen von 2015 ist. Eine Zukunft, in der dann auch unsere Kinder und Enkelkinder noch gut leben können.

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